Von meinem Fenster aus kann ich über ganz Machala blicken: Ich sehe Wellblechdächer, Strommasten,Fernsehantennen die bis weit in den Himmel reichen, Menschen auf der Straße, die sogenannten "Fahrradverkäufer"(Verkäufer die ihre Ware mit dem Fahrrad überall hintransportieren und auch von dort aus verkaufen.),weiter hinten sehe ich viele Palmen,wenn ich in die andere Richtung blicke sehe ich den Anfang der Bananenplantagen,die den Weg nach Pasaje andeuten. Das was einem jedoch viel mehr auffällt wenn man hier ist,ist nicht was man sieht sondern was man hört.DEr Lärm von der Straße ist enorm und auch in der Nacht hört man noch viele Autos hupen, das Krächzen der alten Karossen und quitschende Reifen. Direkt unter meinem Fenster befindet sich die Busstation.
Mit dem Bus durch Machala zu fahren ist ein wahres Abenteuer. Der Streckenverlauf der Busse steht auf so unübersichtlichen Schildern dass selbst die Einheimischen schon lange aufgehört haben sich danach zu orientieren,man stellt sich einfach an die Straße und winkt dem Busfahrer zu -da der Bus nie richtig hält muss man sehr schnell rein- und rausspringen,dafür kann man aber auch ein- und aussteigen wo man will. Man zahlt immer zwischen 18 und 20ct für die Fahrt, manchmal gibt es in den Bussen auch kleine Jungen die als eine Art "Radioersatz" fungieren, denen gibt man auch meistens noch ein paar Cents.
Jeder hier versucht irgendwie sein Geld zusammen zu bekommen,ob durch einen oder mehrere Jobs oder Klauen ist da beinahe egal. Für die meisten hier gilt jedoch-ganz im Gegensatz zu dem Vorurteil alle Ecuadorianer seien faul- "de sol a sol"(was soviel bedeutet wie "vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang).
Hier geht gerade die Sonne unter und bei euch geht sie in ein paar Stunden wieder auf:)..
Grüße,pauli
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